csm_Korbflechtkurs_FLG__2__8f5563d20a (2)

Der selbstgeflochtene Korb – ein vielfältig einsetzbares Accessoires

Vielfalt Regionalität – Salzburg & seine Qualität. Unter diesem Jahresschwerpunktthema startete das neue Bildungsprojekt „Altes Handwerk neu erleben“ mit der nächsten Workshopreihe. Bereits über 50 kleine bis große Körbe wurden bei den Korbflechtkursen der Landjugend Bezirk Flachgau, Pinzgau und Pongau-Tennengau geflochten.

csm_Korbflechtkurs_FLG__7__9885f65ec7 (2)

Salzburg ist bekannt für seine Traditionen und Bräuche. In jedem Bezirk Salzburgs werden andere regionale Bräuche und handwerkliche Besonderheiten gelebt. Viel Wissen über das alte Handwerk ist leider schon verloren gegangen. Im neu konzipierten Bildungsprojekt „Altes Handwerk neu erleben“ vermitteln ausgewählte Referenten traditionelle Themen.

Welche verschiedenen Flechtarten gibt es? Mit welchem Material wird geflochten? Wo kann man dieses Material überhaupt beziehen? Referentin Manuela Achleitner vermittelt bei den landesweiten Korbflechtkursen die Grundlagen des Korbflechtens, Flechtarten und Material. „In Oberösterreich ist Erich Bendl mittlerweile der einzige Korbflechter, der das Korbflechten noch als Beruf erlernt hat. Aus dieser Situation heraus stellt die Firma Easy-Basket für alle Arten von Körben verschiedene Rohlinge her, die dann bei den Kursen verwendet werden, um so dieses Handwerk wieder zu fördern“, erklärt die Referentin zu Beginn des Kurses. „Bevor wir mit dem Flechten begonnen haben, erklärte uns Manuela noch, mit welchem Material wir arbeiten werden. Mit heimischen Weiden kann auch geflochten werden. Diese dürfen jedoch nicht zu viele Äste haben und müssen durchgehend nass gelagert werden, damit sie nicht brechen und elastisch bleiben“, so TeilnehmerIn und Landesleiterin-Stv. Caroline Anzinger. Daher wird generell mit Rattan bzw. Peddigrohr gearbeitet, das aus Malaysien stammt. Nachdem die theoretischen Grundlagen geklärt waren, ging es auch schon fleißig ans Flechten. „Zunächst wird mit zwei dünnen, runden Peddigrohren begonnen. Diese Flechtart wird „Fitzen“ genannt. Anschließend kommt das „Zäunen“, bei dem abwechselnd durch die Stäbe des Rohlings geflochten wird, sodass die Seitenwände des Korbes entstehen“, berichtet Eva-Maria Kriechhammer, Landjugendmitglied in Schleedorf. Nach den ersten Anfangsschwierigkeiten konnte schon bald die eigentliche Form des Korbes erkannt und schnell finalisiert werden. „Beim Flechten des Randes ist es wichtig, genau und sehr fest zu flechten, da dieser Abschluss den gesamten Korb zusammenhält“, hebt die Kursleiterin hervor. Unter dem Rand des Korbes konnte auch farbiges Material miteingearbeitet werden, um dem Korb noch einen kecken Zusatz zu verleihen. „Sobald man das Prinzip des Flechtens einmal verstanden und selbst ausprobiert hat, kann man relativ schnell ein vielfältig einsetzbares Accessoire wie einen neuen Einkaufskorb, eine Dirndltasche oder ein Brotkörberl kreieren“, so die Teilnehmerinnen einstimmig am Ende des Workshops.

Für nähere Informationen zu den nächsten Workshops, Datum und Ort stehen die Bezirksbildungs- und Agrarreferenten zur Verfügung. Alle Daten und Kursorte sind auch auf www.sbglandjugend.at zusammengefasst. Das Projekt wird mit Unterstützung von Bund, Land und Europäischer Union (LEADER) realisiert.

csm_Korbflechtkurs_FLG__3__48bb686e06 (2)

Text:    Elisabeth Weilbuchner, Geschäftsführerin

Fotos:    Landjugend Salzburg