Yearly archives: 2021

Ausflugsführer «Entdecken und Staunen» fertiggestellt und abholbereit

Der neue, überarbeitete LEADER-Ausflugsführer «Entdecken und Staunen» wurde umgesetzt und bereits zu uns geliefert. Es gibt viele tolle Ausflugstipps in ganz Oberösterreich – vielleicht eine Gelegenheit für den Sommerurlaub, um die vielseitigen Naturlandschaften Oberösterreichs kennen zu lernen!

Wo bekommt man den Ausflugsführer?
> Entweder bei uns im Technologiezentrum Mondseeland abholen
> Oder selbst downloaden unter: www.leader.at/ausflugsfuehrer.htm


Diese Broschüre ist eine überarbeitete Neuausgabe des 2018 erschienenen Ausflugsführers „Entdecken und Staunen“. Seither sind durch regionale Initiativen viele neue Ausflugsziele mit Unterstützung aus dem LEADER-Förderprogramm entstanden.

Wander- und Themenwege, Lehrpfade und Radwege bringen Spaß an der Bewegung und sind gleichzeitig der Schlüssel, Oberösterreich neu kennen zu lernen.

Über Ausflug und Freizeit hinaus deckt das LEADER-Förderprogramm zahlreiche weitere Lebensbereiche ab: Bildung und Integration, Klima, Energie und Mobilität, die Unterstützung benachteiligter Gruppen und Dorfentwicklung sind weitere LEADER-Themenfelder.

LEADER ist ein Schlüssel zu vielen unvergesslichen Erlebnissen. Wenn Geschichte in Themenwanderwegen wieder auflebt. Wenn die Natur und ihre wundervollen Mechanismen auf Lehrpfaden begreifbar werden. Wenn Schaubetriebe Blicke hinter die Kulissen ihrer exzellenten Arbeit zulassen. Wenn Sportparks und Wegenetze entstehen, die Kindern und Erwachsenen Spaß an der Bewegung vermitteln. Dann steht hinter dem Ausflugsziel oftmals LEADER als im Hintergrund wirkende Kraft.

Land OÖ 2021



Mondseelandgemeinden setzen sich für neue Lösungen im öffentlichen Nahverkehr ein

Die BürgermeisterInnen sind sich einig – der öffentliche Personennahverkehr, kurz ÖPNV, muss gerade in ländlichen, zersiedelten und klein strukturierten Gebieten künftig völlig neu gedacht werden. Die letzten Monate zeigten intensiv, dass aktuelle, besonders herausfordernde globale Krisen massiven Druck auf unterschiedliche Gesellschaftsbereiche ausüben. Verhaltensänderungen der Menschen bilden die Basis für neue Wege, aber nicht, ohne die notwendigen Strukturen und Angebote dafür zu schaffen. Dass der traditionelle, starre Linienverkehr des ÖPNV nicht mehr zeitgemäß ist und die Bedürfnisse der Bevölkerung keineswegs abdeckt, wurde mit den Gemeinden schon seit längerer Zeit intensiv diskutiert.

Was könnte also eine Lösung sein?

Ein Busshuttle auf Abruf – kann das was? Die Digitalisierung ist parallel zu unserem Verkehrssystem weiter fortgeschritten und bietet nun endlich maßgeschneiderte, niederschwellige, effiziente und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeiten. Der FUMObil-Masterplan (LEADER-Projekt) bietet vielfältige Möglichkeiten zur Reduktion des Verkehrs für die FUMO-Region. Ein Vorschlag ist, ein On-Demand-Rufbussystem – sozusagen ein Shuttlesystem auf Abruf – mit vordefinierten Haltepunkten quer über die Region als Lösung für bisher nicht erschlossene Bereiche ins Leben zu rufen. Wie das funktioniert? Kurz erklärt ruft man das Shuttle über eine App oder lässt es rufen, wartet maximal 30 Minuten mit genau definierter Ankunftszeit, bezahlt je nach Auslastung während der Fahrt und wird zum gewünschten Haltepunkt innerhalb der Region gefahren. Genau das wollen die BürgermeisterInnen des Mondseelandes nun genauer wissen. Aktuell wird von der Österreichischen Postbus AG ein Vorschlag für das technisch sehr weit ausgereifte Projekt „ÖBB Postbus Shuttle“ auf die Region Mondseeland heruntergebrochen und theoretisch ausgearbeitet.

Grundsatzbeschlüsse werden gefasst

Bis zum Sommer soll in allen sieben Mondseelandgemeinden – Innerschwand am Mondsee, Mondsee, Oberhofen am Irrsee, Oberwang, St. Lorenz, Tiefgraben und Zell am Moos – ein Beschluss gefasst werden, um offiziell zu zeigen, dass man gesammelt hinter besagtem Vorhaben steht und dieses in enger Abstimmung mit den RegionalentwicklungsakteurInnen – LEADER-Region FUMO, KEM Mondseeland, Tourismusverband Mondsee-Irrsee und dem Mobilitätsmanagement RMOÖ – mit hoher Dringlichkeit weiterverfolgt.

Auch in vielen anderen Regionen Österreichs findet in puncto öffentlicher Nahverkehr gerade ein Umdenken statt – in den drei Gemeinden Steyregg, Luftenberg und St. Georgen an der Gusen im unteren Mühlviertel kommt das Postbusshuttle sogar bereits zum Einsatz. Den Beitrag dazu findet man auf ooe.orf.at unter dem Titel „Postbus auf Abruf im Mühlviertel“.


BürgermeisterInnen des Mondseelandes setzen sich für neue ÖPNV-Lösungen ein (LEADER-Region FUMO 2021)


Sozialraumanalyse zur Jugend im Mondseeland

Gleich hier die STUDIE oder die zusammenfassende PRÄSENTATION downloaden!

September bis Dezember 2020 widmete man sich der Jugend im Mondseeland – im Rahmen einer Sozialraumstudie der Soziale Initiative GmbH wurde im Auftrag der Mondseelandgemeinden direkt der Kontakt zu den Jugendlichen gesucht, um ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse zu eruieren. Eine sehr wertvolle Analyse, deren Ergebnisse online am 7.4.2021 allen Interessenten präsentiert wurden und welche den nachhaltigen Aufbau einer professionellen Jugendarbeit in der Region initiiert.

Jugend-Sozialraumanalyse Mondseeland © Soziale Initiative GmbH

Geschulte JugendarbeiterInnen waren zu diesem Zweck in allen Gemeinden unterwegs und haben mit insgesamt 30-40 Jugendlichen im Alter von 12-17 Jahren gesprochen. Neben den Sozialraumbegehungen und aktivierenden Befragungen wurden auch Interviews mit Schlüsselpersonen aus dem Sozialbereich und der Öffentlichen Hand geführt.

Eine „Jugendkultur des Chillens“ – So bezeichnen die JugendarbeiterInnen den Alltag und die Hauptinteressen der Jugendlichen im Mondseeland. In der Regel gut eingebettet in gesellschaftliche Strukturen und stabile Verhältnisse, aktiv in zahlreichen Vereinen, sehnen sich die Jugendlichen vor allem nach mehr Auszeit, weniger Leistungsdruck und Kontrolle durch Erwachsene und Schulen sowie nach Plätzen, wo sie sich ungestört und „unbeobachtet“ aufhalten können. Die Ergebnisse der Studien zeigten auch, dass das Mondseeland in puncto Kriminalität im österreichischen Schnitt liegt.

Professionelle Jugendarbeit für ein gutes Miteinander – Die Verankerung einer professionellen Jugendarbeit im Mondseeland ist ein zentrales Anliegen der Sozialraumanalyse. Die zentralen Säulen dafür sind eine dauerhafte Begleitung und Beratung der Jugend sowie der Eltern, eine dezentrale mobile Jugendarbeit im öffentlichen Raum aller Gemeinden, eine gezielte Netzwerkarbeit zwischen allen relevanten AkteurInnen (Jugendliche, Eltern, Schulen, Vereinen, Gemeinden, Polizei, AnrainerInnen) sowie die Schaffung und Gestaltung gemeinsamer Lebens- und Erfahrungsräume durch Aktivitäten und Veranstaltungen im Sinne der Jugendkultur. Ziel ist es, Jugendliche in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken sowie ein gutes Miteinander in der Region zu fördern.

Wie kann Jugendarbeit im Mondseeland konkret aussehen? Empfohlen wird die Schaffung eines verschränkten Jugendangebots: Zwei professionelle JugendarbeiterInnen sollen mobil und bedarfsorientiert in allen Gemeinden unterwegs sein. Dafür wird eine Ausstattung für die mobile Jugendarbeit sowie eine „kreative Home-Base“ in Mondsee benötigt. In einer (noch zu suchenden) flexibel gestaltbaren Immobilie in Mondsee mit sehr einfachen, multifunktional nutzbaren Räumlichkeiten soll es Platz für Jugendliche, Jugendkultur sowie für eine niederschwellige Beratungsstelle für Jugendliche und Eltern geben.

Die Mondseelandgemeinden gehen einen weiteren Schritt! Für die „Entwicklung der professionellen Jugendarbeit im Mondseeland“ wird nun ein LEADER-Projekt von allen acht Gemeinden initiiert und ein professioneller Trägerverein für das verschränkte Jugendangebot gesucht. In einem strukturierten Beteiligungsprozess, mit der Jugend selbst als zentralem Kern sowie mit Schulen, Vereinen, Gemeinden, Eltern etc., wird sodann die konkrete Ausgestaltung für das regionale Jugendangebot in allen Gemeinden entwickelt. Vielen Dank im Voraus für das Feedback und Bereitschaft aller Beteiligten, sich für die Jugend im Mondseeland einzubringen!



START VON «FUMObil 2.0 – WIR TUN WAS FÜRS KLIMA!»

Für die Verankerung der Klimaschutzthematik in der Fuschlseeregion, vorzugsweise einer «KEM Fuschlseeregion», die Unterstützung zur Umsetzung von Mobilitätslösungen (z.B. On-Demand-Rufbussystem) in der FUMO sowie für Bewusstseinsbildung und (Förder-)Beratungen wurde ein(e) Klimaschutz- und MobilitätsmanagerIn gesucht. Im Rahmen des Ausschreibungsprozesses konnten viele spannende Gespräche geführt und potentielle Stakeholder für künftige Kooperationen oder das Mitwirken bei Projekten gewonnen werden.

An dieser Stelle gratulieren wir Nadine Guggenberger zur ihrer neuen spannenden Aufgabe in der FUMO! Sie bringt bereits sehr viel Erfahrung in diesem Bereich mit: Mehrere Jahre managte sie die „KLAR Pongau“ mit 25 Gemeinden als KLAR-Managerin, initiierte und begleitete viele Projekte (auch mit Schwerpunkt Mobilität), Veranstaltungen und Exkursionen, ist bewandt mit dem KEM- und KLAR-Förderprogramm und absolvierte die Ausbildung „Klimaschutzbeauftragte“ sowie einen Master in Gebirgs- und Klimageographie.

Mit Anfang April konnte das Projekt «FUMObil 2.0 – Wir tun was fürs Klima» offiziell starten. Nadine wird sich zunächst intensiv mit der Region befassen – dabei stehen abgeschlossene, laufende und anstehende Projekte genauso im Fokus wie das Kennenlernen der Gemeinden und wichtigsten AkteurInnen. Im Zuge der anstehenden Strategieprozesse, sowohl in der FUMO als auch in der KEM Mondseeland und zur Gründung einer KEM Fuschlseeregion, werden die Themen Mobilität und Klimaschutz – auch in Anlehnung an den Europäischen Green Deal – sehr schnell intensiv in Angriff genommen werden.

Wir freuen uns schon sehr auf die vielen tollen Projekte und eine gute Zusammenarbeit mit ihr!

Kontakt:
Nadine Guggenberger
Projektmanagement FUMObil 2.0
guggenberger@regionfumo.at

Von li. n. re.: Obfrau Bgm. Elisabeth Höllwarth-Kaiser, Obfrau Stellvertr. Bgm. Thomas Ließ, Nadine Guggenberger, Julia Soriat-Castrillón, Stefanie Mayrhauser


FFG-Voting: Arbeits- und Begegnungsräume am Land

Pop-up Dorfbüro als Testlabor

Hol dir Coworking Testlabore in deine Region – deine Stimme zählt! Wir wollen «Pop-up Dorfbüros als Testlabore» in der Region installieren, so neue gemeinschaftlich genutzte Arbeitsräume ausprobieren und Begegnung schaffen! Über ein Publikumsvoting können die besten Projekte über die FFG gefördert werden. Mach mit und gib dem Projekt deine Stimme – das Voting ist noch bis 20.04.2021 offen!

Votet hier: https://www.menti.com/3gr14zecwk

Nähere Projektinfos unter: https://www.ffg.at/RDI-Voting/Pop-up-Dorfbuero-als-Testlabor

DANKE für Eure Unterstützung!

(c) pixabay



Europäischer Green Deal

Franz Fischler spricht von Europas größter Transformation in der Geschichte

Mit dem Green Deal hat sich die Europäische Union dem ehrgeizigen und langfristigen Ziel verschrieben, die Netto-Treibhausgasemissionen Europas bis 2050 auf null zu reduzieren und das Wirtschaftswachstum von der Ressourcennutzung abzukoppeln. Der Green Deal spricht mit seinen Strategien und Initiativen alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche an und wirkt damit auch sehr stark auf die inhaltliche und finanzielle Ausgestaltung und Umsetzung nationaler Politiken ein. Als neue und nachhaltige Wachstumsstrategie für Europa hat er nicht zuletzt auch Einfluss auf die Konzeption der zukünftigen Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sowie die Erstellung der GAP-Strategiepläne in den EU-Mitgliedsstaaten (Netzwerk Zukunftsraum Land 2021).

Im Rahmen einer Onlinekonferenz hat das Netzwerk Zukunftsraum die Herausforderungen Österreichs, die sich aus dem europäischen „Green Deal“ ergeben, zur Diskussion gestellt. Der frühere Landwirtschaftsminister und EU-Agrarkommissar Franz Fischler hat die Ergebnisse der Veranstaltung in zehn markanten Punkten zusammengefasst. Lesen Sie nachfolgend die Eckpunkte seiner Ausführungen (Netzwerk Zukunftsraum Land 2021):

  1. Europa als Initiator: Klimawandel, neue Technologien und auch soziale Entwicklungen erzwingen die weltweit größte Transformation der Geschichte! Gewinner ist, wer die Initiative ergreift. Europa tut daher gut daran, voranzugehen!
  2. Transformation aller Wirtschaftssparten: Die Herausforderung ist umfassend, kein Wirtschaftssektor soll warten und zuschauen, bis die anderen etwas tun. Europa ist in vielen Umwelttechnologien führend. Rechtzeitige Transformation eröffnet die Chance, aus den Notwendigkeiten ein wirtschaftliches Erfolgsmodell zu machen.
  3. Gesellschaftliche Transformation: Nur an die Wirtschaft zu denken greift zu kurz, wir benötigen eine ganzheitliche Transformation. Das Bildungssystem spielt beispielsweise eine zentrale Rolle, auch die Kommunikation (Stichwort neue Medien).
  4. Verantwortlichkeiten klären: Es muss geklärt werden, wofür EU, Nationalstaat, Region, Gemeinde und Zivilgesellschaft verantwortlich sind. Normen und Standards sind festzulegen, genauso Regeln und Sanktionen für Fehlverhalten. Weiters brauchen wir Etappenziele, ein Überdenken des Steuer-und Sozialsystems, die richtigen Anreize und eine Wiederbelebung der Welthandelsorganisation (Englisch: World Trade Organization, WTO).
  5. Vernetztes Denken und Planen: Es braucht ein Zusammenspiel zwischen Green Deal und anderen essentiellen Aufgabenstellungen (zum Beispiel Digitalisierung, soziale Fragen und andere).
  6. An den großen Schrauben drehen: Um den Dimensionen gerecht zu werden, müssen die zentralen Fragen der Gesellschaft diskutiert werden. In der Landwirtschaft darf das Thema Fleisch nicht tabu sein, der Begriff Qualität ist vielfach neu zu definieren, das Thema Regionalität neu zu denken, bei Fragen wie Stromspeicherung und -transport gibt es große Baustellen.
  7. Kommunikation und Motivation: Die Bevölkerung und ihre Organisationsstrukturen müssen die Herausforderungen verstehen und aktiv mittragen. Information, Diskussion und Motivation sind tragende Säulen für das Gelingen des Green Deal.
  8. Die EU soll die Initiative ergreifen: Europa ist der dichtest besiedelte und gleichzeitig rohstoffärmste Kontinent dieser Erde. Wir tun im eigenen Interesse gut daran, den Lead zu übernehmen.
  9. Green Deal als lernendes System: Wir wissen noch nicht alles, was wir müssten wissen, um den Green Deal erfolgreich umsetzen zu können, aber wir lernen ständig dazu. Wir dürfen jedoch keine Zeit verlieren und müssen handeln – und zwar jetzt.
  10. Vom Diskutieren ins Tun kommen: Wir brauchen mehr Selbstkritik und Ehrlichkeit vor den großen Fragen der Zeit und daraus abgeleitet, Mut zum Handeln!

Die LEADER-Regionen können wesentlich und zwar direkt aus den lokalen und regionalen Strukturen raus handeln und somit wichtige Beiträge zum Green Deal leisten. LEADER kann dabei als vielseitig einsetzbares Gestaltungsinstrument agieren und direkt vor Ort kommunizieren – somit ist die starke Mitberücksichtigung des Leitbildes und der Schwerpunkte des Green Deals in der angehenden LEADER-Strategie für die nächsten Jahre entscheidend.

Europas neue Wachstumsstrategie in einer Grafik erklärt:

Quelle: Bundeskanzleramt 2019


LernOase Mondseeland – eine positive Zwischenbilanz

Die LernOase unterstützt SchülerInnen mit ressourcenarmem Hintergrund dabei, den Anforderungen der Schule besser entsprechen zu können. Die operative Tätigkeit wurde am 1. Oktober 2020 aufgenommen, mitunter auch, weil zu befürchten war, dass die Coronakrise im Winter das Schulgeschehen weiterhin stark beeinflussen werde und in der Folge eine bestimmte Zielgruppe speziell Hilfe nötig hat.

Bisher konnten insgesamt 17 Schülerinnen und Schüler durch die LernOase in Schulbelangen unterstützt und von 2-4 LernbegleiterInnen pro Nachmittag über 180 ehrenamtlich Betreuungsstunden geleistet werden.

Neben der Hauptkoordination durch Brigitta Mayr konnten für das Projekt als ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt 16 Stützkräfte, überwiegend pensionierte Lehrkräfte aus der Pflichtschule, gewonnen werden. Auch einige PraktikantInnen, die von der sozialen Einrichtung «NORA Beratung» übermittelt wurden, durften im Rahmen der Lerneinheiten sowie der Freizeitaktivitäten einen wertvollen Beitrag leisten.

Zwar war auch während des Lockdowns die LernOase an drei Tagen in der Woche geöffnet, es konnten jedoch aus Platzgründen jeweils nur 4 bis maximal 6 Schülerinnen und Schüler pro Tag erscheinen. Dabei wurden die Hygieneregeln strikt eingehalten und die gesunde Jause eingeschränkt. Die Kinder selbst haben auf die geforderten Sicherheitsmaßnahmen verständnisvoll reagiert und sich akribisch daran gehalten, wodurch Übertragungen des Virus vermieden werden konnten.

Die Kosten für das Projekt können in den ersten drei Jahren zu 80 % durch die LEADER-Region FUMO getragen werden. Die Vorfinanzierung wurde dankenswerterweise durch die Marktgemeinde Mondsee übernommen. 10 % der Kosten tragen die 8 Mondseelandgemeinden, die restlichen 10 % sind durch den Verein selbst aufzubringen. Durch die positive Einstellung gegenüber der Kinder und Jugendlichen sowie des Projektes hat sich bislang durch Zuwendungen von Privaten und Firmen eine gangbare finanzielle Lage ergeben.

Nähere Informationen über die LernOase können über eine eigene Homepage, die Homepages der Schulen im Mondseeland, einen Folder inkl. eigenem Logo gestreut werden.

Homepage LernOase: https://www.lernoase-mondsee.at/

Brigitta Mayr freut sich über den erfolgreichen Start der Initiative: „Mithilfe der LEADER-Förderung konnten wir mit der Realisierung der «LernOase» den Bedürfnissen der Region entgegenkommen. Kindern, die es wirklich dringend benötigen, können wir jetzt Hilfe bei Hausübungen und beim Lernen bieten. Die durchwegs positiven Rückmeldungen der Familien und LehrerInnen zeigen uns, dass wir mit dieser Initiative richtig liegen!»

Besuch vom Therapiehund

Bild: Besuch vom Therapiehund, © LernOase



Start der FUMO Sozial.Impulse im Mai 2021

“Soziale Impulse für die Region – Anker sein und Halt geben“ – Der Titel gibt bereits Aufschluss über die aktuellen Vorhaben der FUMO. Spätestens durch die Covid-Pandemie ist uns klar geworden, wie wichtig ein gut funktionierendes soziales Netz für hilfsbedürftige Personen ist. Die FUMO ruft daher ein Impulsprogramm ins Leben, das pflegende Angehörige entlastet, das Gemeinschaftsgefühl in der Region stärkt und BewohnerInnen und soziale AkteurInnen untereinander vernetzt. Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird in der gesamten FUMO-Region ein umfangreiches Workshop- und Vortragsprogramm angeboten, bei welchem Themen wie Demenz genauso im Fokus stehen wie Fachvorträge rund um Pflege und Betreuung. Die Workshopreihe „Meine Familie und ich“ beschäftigt sich mit der Frage, wie wir den Familienalltag meistern können, ohne dabei selbst auf der Strecke zu bleiben. Wer Interesse an der Teilnahme, der Vernetzung oder am Mitwirken hat, findet alle Infos zum Projekt unter www.regionfumo.at.

Start der Workshopreihe «MEINE FAMILIE UND ICH» im Mai 2021: 

Workshopreihe_Familie



Die Erfolgsgeschichte LEADER wird fortgeschrieben!

LEADER ist seit Anfang der 90er Jahre ein EU-weites Förderprogramm für ländliche Entwicklung. Ziele des Programms, welches zu 80 % aus EU-Mitteln finanziert ist, sind unter anderem die Lebensqualität in den Regionen zu erhöhen und das Miteinander zu stärken. Die Ideen für die Projekte kommen dabei von den Menschen aus den Regionen, der Nutzen bleibt in den Regionen. LEADER ist jedoch viel mehr als nur ein Förderprogramm. Einzigartig ist, dass für die jeweiligen Anliegen schnell und unbürokratisch persönliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Im Bezirk Vöcklabruck sind das die LEADER-Regionen Vöckla-Ager, Regatta und Fuschlsee-Mondseeland (FUMO). Sie sind die Schnittstellen zwischen Ideengebern, regionalen Entscheidungsträgern und den öffentlichen Behörden und helfen den Menschen, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. In der täglichen Arbeit der LEADER-Regionen ist es mitunter die schönste und wichtigste Aufgabe, engagierte Personen bei der Verwirklichung ihrer Ideen persönlich zu begleiten.

Stolz darf man auf die Bilanz der Jahre 2014 bis 2020 sein: Über 160 Projekte wurden im Bezirk Vöcklabruck auf den Weg gebracht, Fördermittel von rund 6 Millionen € konnten in den Bezirk geholt werden. Die regionale Wertschöpfung ist beträchtlich, knapp 12 Millionen € an Investitionen wurden dadurch direkt ausgelöst. Neue Ideen und innovative Ansätze sind willkommen, die Projekte sind dabei so vielfältig wie die EinwohnerInnen des Bezirks selbst. Umgesetzt wurden Projekte aus den Bereichen Wirtschaft, Naturschutz, Tourismus, Landwirtschaft, Kultur, Jugend oder Soziales. LEADER ist damit das Programm mit dem größten thematischen Spielraum im Bereich der Regionalentwicklung. Bezirksweit wurden beispielsweise eine Jugendtaxi-APP, wodurch Jugendliche vergünstigt und einfach Taxileistungen am Wochenende nutzen können, und das Programm „Erfolg in meinem Unternehmen“ umgesetzt. Insgesamt bekamen hier 30 Klein- und Mittelunternehmen aus dem Bezirk die Möglichkeit, ihre Betriebe in einem maßgeschneiderten Lehrgang zukunftsfit zu machen.

Besonders erfreulich ist, dass für innovative und regionale Projektideen bis Ende 2022 weiterhin Fördermittel zur Verfügung stellen. Eine Fortführung des Programms darüber hinaus ist bereits gesichert, LEADER bleibt unumstritten ein fixer Bestandteil des EU-Programms für ländliche Entwicklung. Im Jahr 2021 werden die Regionen mit der Erstellung der neuen lokalen Entwicklungsstrategien starten, wo die Weichen für die kommende Förderperiode bis 2027 gestellt werden. Hier sind die BürgerInnen eingeladen, ihre Ideen für die Region einzubringen. Schließlich wissen die EinwohnerInnen der Region selbst am besten, was die Region für eine wünschenswerte Entwicklung braucht.

Foto_Pfahlbau Pavillon Seewalchen

Bildtext: Leo Gander, Julia Soriat-Castrillón und Josef Nußdorfer (v.l.n.r.) sorgen im Bezirk Vöcklabruck für die Umsetzung des LEADER-Förderprogramms.



Neu! Soziales Impulsprogramm für die FUMO-Region

«Soziale Impulse für die Region – Anker sein und Halt geben»

Der Titel gibt bereits Aufschluss über die aktuellen Vorhaben der FUMO. Ein Problem jagt das andere, so kommt es einem momentan vor. Wir stoßen an unsere Grenzen, fragen uns wie es weiter geht und unsere sozialen Bedürfnisse haben wir so deutlich vor Augen wie noch nie. Spätestens durch die Covid-Pandemie ist uns klar geworden, wie wichtig ein gut funktionierendes soziales Netz für hilfsbedürftige Personen ist. Dieses soziale Netz sind einerseits die engsten Familienmitglieder, Freunde sowie Nachbarn, aber andererseits auch Gemeinden, soziale Organisationen und andere Institutionen, die sich im Sinne einer „Sorgenden Gemeinde“ für die Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen und den Zusammenhalt in der Bevölkerung einsetzen. Für die Bewältigung der Herausforderungen auf allen gesellschaftlichen Ebenen müssen Lösungen gefunden werden.

Eine regionale Bewältigungsstrategie ist es, Menschen und AkteurInnen zu vernetzen, gegenseitiges Vertrauen und Verständnis füreinander aufzubauen und Menschen dadurch Halt zu geben. Ein Lösungsversuch auf individueller und familiärer sowie lokaler und regionaler Ebene ist das vorliegende Projektvorhaben:

Die LEADER-Region FUMO ruft ein Programm ins Leben, das einerseits pflegende Angehörige sowie Familien/Personen in belastenden Situationen entlastet und andererseits das Gemeinschaftsgefühl in der Region stärkt und BewohnerInnen und soziale AkteurInnen untereinander vernetzt. Dabei werden konkrete Hilfs- und Engagement-Angebote aus der Region in den Fokus genommen und einer breiten Bevölkerung nähergebracht. Die Sozial.Impulse sollen in möglichst vielen FUMO-Gemeinden «ankern und Halt geben». In Summe soll mit dem Impulsprogramm ein sozialer Mehrwert für die Region geschaffen werden, der auch die gegenwärtigen Herausforderungen und Trends unserer Gesellschaft – wie Einsamkeit, fehlendes Zugehörigkeitsgefühl, Pflegebedürftigkeit, Demenz, Umgang mit Krisen und Daseinsvorsorge im ländlichen Raum – gezielt adressiert und entgegenwirkt.

Die nachstehende Illustration gibt eine Übersicht über die unterschiedlichen Module und Aktivitäten innerhalb des zweijährigen Projektes.

EIN AUFRUF AN DIE BEVÖLKERUNG! Wir suchen BotschafterInnen, VerteilerInnen, IdeenbringerInnen, Mitwirkende und Interessierte!

  • Sprechen dich diese Zeilen oder die Grafik an?
  • Engagierst du dich bereits sozial in einer der FUMO-Gemeinden, z.B. in einer sozialen Einrichtung, Gesunden Gemeinde, als Sozial- oder Seniorenbeauftragte/r der Gemeinde o.Ä. oder würdest dies gerne tun?
  • Möchtest du mehr über das Programm erfahren?
  • Hast du gute Ideen für das Programm oder möchtest du es gerne in deine Gemeinde holen?

Dann wende dich gerne jederzeit an uns, wir freuen uns über eine Kontaktaufnahme! Wir möchten uns mit engagierten Personen und sozialen Akteuren der Region vernetzen und gemeinsam dringlich notwendige Strukturen stärken!

Michaela Ellmauer, Projektkoordination, +43 (0)6232 90303, mondseeland@tzs.at
Julia Soriat-Castillón, LEADER-Management, +43 (0)676 930 38 37, soriat@regionfumo.at

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