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KLIMASPUREN – Wandern in der Region zum Eibensee und Marienköpfl

Am 10. Juni 2022 konnten die LEADER-Region Fuschlsee Mondseeland und die beiden Klima- und Energiemodellregionen Mondseeland und Fuschlsee-Wolfgangsee die vergangenen und künftigen Veränderungen durch den Klimawandel in der Region eindrucksvoll und direkt vor Ort aufzeigen. Nadine Guggenberger und Stefanie Mayrhauser organisierten die Tour gemeinsam mit dem Meteorologen Klaus Reingruber von Blue Sky Wetteranalysen. Neben der Klimageschichte, den Eiszeiten und der daraus folgenden Landschaftsbildung wurden auch Möglichkeiten für einen aktiven Klimaschutz mit den Teilnehmer:innen diskutiert. Aufgrund des großen Anklanges freut sich das Team auf eine Wiederholung im Herbst.



Mitarbeiter:innen gesucht! Wer hat Lust, im Bereich Mobilität zu arbeiten?



Das war die LNF22 – aus Sicht der FUMO und KEM

Am 20. Mai 2022 ging sie endlich wieder über die Bühne! Bei der Langen Nacht der Forschung 2022, welche in ganz Österreich mit vielen Standorten stattfand, lockten die Forschungsstationen im Mondseeland mehr als 1.200 Besucher:innen an!

Wer nicht teilnehmen konnte und nachträglich ein paar Eindrücke sehen möchte, ist hier GOLDRICHTIG!

Die Besucher:innen testeten zum allerersten Mal das POSTBUS SHUTTLE, hatten Gelegenheit, sich mit den beiden JUGENDARBEITERN auszutauschen, durften raten, wie viele km verschiedene LEBENSMITTEL zurückgelegt haben, erfuhren über die Möglichkeiten der Umsetzung eines NACHHALTIGEN LEBENSSTILS, informierten sich über den neuen COWORKING-SPACE «Pop-up Dorfbüro Mondseeland», konnten sich über WOHNEN im ALTER und DEMENZ informieren, testeten und erforschten E-MOBILITÄT, lauschten einer Diskussion zum Thema Landwirtschaft und Tourismus in Zeiten des KLIMAWANDELS und bewiesen ihre Zeichenkünste in einem Malwettbewerb zum Schwerpunkt «MIT DER SONNE KOCHEN»!

Auch KINDER und JUGENDLICHE kamen auf ihre Kosten – viele davon zeigten ihren Eltern stolz ihre Ergebnisse aus dem KLIMASCHULENPROJEKT «Ois do im Mondseeland», schauten bei der KLIMABÜNDNIS-Auszeichnung ihrer Schulen zu, berechneten ihren persönlichen ÖKOLOGISCHEN FUSSABDRUCK, ließen ihre Gesichter BEMALEN und bewiesen ihr Wissen mit ENERGIEBAUKÄSTEN.



GOLDENsmovey

AKTIV und FIT im besten Alter

Gemeinsames Training macht einfach mehr Spaß – auch die Bewohner:innen des Betreubaren Wohnens in Mondsee sind sich da einig. Die letzten sechs Wochen wurde regelmäßig mit smovey Ringen unter der professionellen Anleitung von Dr. Rafaela Golda-Zajc und Ing. Robert Golda trainiert. Das bekannte Schwingringsystem steigert nicht nur die Lebensenergie und Lebensfreude, es aktiviert außerdem 97% der gesamten Muskulatur. So können die Teilnehmer:innen nun gestärkt in den Sommer starten!



POSTBUS SHUTTLE: Neue Mobilität für das Mondseeland

Ab August 2022 wird ein neues Öffentliches Verkehrsangebot im Mondseeland in den Pilotbetrieb gehen: das flexible Postbus Shuttle. Derzeit werden in allen 7 Mondseelandgemeinden die Gemeinderatsbeschlüsse dazu gefasst. Unterstützt wurden diese im laufenden Prozess von der LEADER-Region Fuschlsee Mondseeland (FUMO) sowie der Klima- und Energiemodellregion Mondseeland (KEM Mondseeland). Bei der Langen Nacht der Forschung am 20.5.2022 von 17.00 bis 23.00 Uhr am Standort Technologiezentrum Mondseeland haben die Bewohner:innen und Besucher:innen erstmalig die Möglichkeit, dieses Angebot kennenzulernen. Ebenso wird im Rahmen eines Vortrages über das neue Öffentliche Verkehrsangebot bis kurz vor die Haustüre im gesamten Mondseeland informiert.

Postbus-Shuttle Copyright: ÖBB/Marek Knopp
 (c) Österreichische Postbus AG

Postbus Shuttle: Neue Mobilität für das Mondseeland
Unterwegs mit dem Postbus Shuttle – schnell und unkompliziert ans Ziel!
Die Bedürfnisse des Alltags und damit auch das Mobilitätsverhalten werden immer schnelllebiger und flexibler. Mit dem Postbus Shuttle – einem innovativen Produkt von Postbus – folgen wir diesem Trend und schaffen die Möglichkeit auch ohne eigenes Auto die Wege des täglichen Bedarfs, wie Fahrten zum Friseur, Arzt, Fußballtraining, ins Lieblingslokal o.ä., bequem und flexibel zu erledigen. Das Postbus Shuttle sorgt für öffentlichen Verkehrsanschluss dort, wo es heute noch keine Anbindung gibt: ganz einfach, individuell und bequem „On Demand“. Damit leisten wir österreichweit nicht nur Pionierarbeit, sondern starten als verlässlicher Mobilitätspartner für Gemeinden in eine neue Ära des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum.

Mobilität auf Abruf
Heute ist es für uns selbstverständlich, Filme und Musik On Demand zu bestellen und das Abendessen über eine App am Handy. Genauso schnell, unkompliziert und individuell wollen auch unsere Fahrgäste unterwegs sein – und nicht mehr nur dann den Bus nehmen, wenn der Fahrplan das vorsieht.
Daher haben wir das Postbus Shuttle als neues Angebot speziell für den ländlichen und suburbanen Raum entwickelt. Das Postbus Shuttle wird mit kleineren Bussen (in der Regel 9 Sitzer) und ganz ohne Fahrplan gefahren, also On Demand: das Shuttle kommt dann, wenn der Fahrgast Bedarf hat.

Ein Service für alle Gemeindebürger:innen und Tourismusbetriebe
Mikro-ÖV Produkte, wie das Postbus Shuttle, stellen eine sinnvolle Alternative zum Privat-Pkw dar. Dabei werden bestehende Verkehrskonzepte intelligent in das neue Service eingebettet und andererseits wird der bestehende Öffentliche Verkehr durch das On Demand-Angebot optimal ergänzt. Dadurch wird einfache, komfortable und autofreie Mobilität für die gesamte Bevölkerung sichergestellt, ohne dabei auf einen Privat-Pkw angewiesen zu sein. Denn das intelligente System überbrückt die erste und letzte Meile zwischen dem Wohnsitz und dem öffentlichen Verkehrsnetz und macht öffentliche Bushaltestellen sowie Bahnhöfe noch besser erreichbar.
Aber auch nicht mobile Personen oder Feriengäste, die bewusst im Mondseeland ohne Auto Urlaub machen wollen, haben so die Möglichkeit, individuell – ganz so wie sie es möchten – mobil zu sein.

Und so sieht moderne Mobilität von heute aus:
Hinter dem Postbus Shuttle steckt ein durchdachtes Haltepunktesystem mit rund 400 virtuellen Haltepunkten. Diese können bequem über die Postbus Shuttle-App eingesehen werden. Die Haltepunkte sind in maximal fünf Minuten fußläufig zu erreichen. Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, Friseurbetriebe, Ärzte und Gesundheitseinrichtungen sowie Gastronomiebetriebe und beliebte Tourismusattraktionen können in das Haltepunktekonzept genauso miteingebunden werden wie Bus- und Bahnhöfe.

Der einfache Weg zum Postbus Shuttle
Gebucht wird das Postbus Shuttle vom Fahrgast selbst über eine App, die Postbus Shuttle-App (im Appstore und Google Playstore kostenfrei zum Downloaden). In dieser App steckt eine intelligente Software mit einem – und das ist der wesentliche Unterschied zu einem Taxi – Bündelungsalgorithmus.
Ziel ist, dass sich Fahrgäste immer ein Stück des Weges teilen und der Besetzungsgrad deutlich über dem eines PKW liegt. Leerkilometer und Einzelfahrten werden vermieden und die Umwelt zusätzlich geschont. Dies alles macht das Postbus Shuttle zu einem nachhaltigen, flexiblen, modernen Verkehrsangebot, damit die Menschen am Land ihr Auto bzw. Zweitauto öfter zu Hause stehen lassen.

Zusätzlich soll es auch möglich gemacht werden, direkt bei regionalen Shuttle-Interface-Partner:innen in der Region, wie Tourismusbetrieben, Ärzt:innen sowie Dienstleistungs- und Gastronomiebetrieben telefonisch zu buchen. So kann das eigene Auto bequem daheim stehen bleiben.

Da für Sie – von früh bis spät:
Damit Ihre Gemeindebürger:innen ihren Morgentermin oder ihren Zug pünktlich erreichen und auch spätabends gut und sicher nach Hause kommen, ist das Postbus Shuttle für die Fahrgäste da:
Sonntag bis Donnerstag zwischen 07:00 Uhr in der Früh und 18:00 Uhr sowie Freitag und Samstag von 07:00 bis 22:00 Uhr.
In der Tourismushochsaison steht das Service täglich bis 22:00 Uhr zur Verfügung.

Wie sich das Postbus Shuttle in seinem ersten Jahr entwickelte
2021 haben wir die stolze Anzahl von insgesamt 7 Projekten in Betrieb genommen, 2 davon waren Sommerprojekte, 5 laufen nach wie vor. Seit dem Startschuss für unser allererstes Postbus Shuttle im Zukunftsraum Donauraum Donau-Gusen im April 2021 wurde unsere App bereits über 7.500-mal downgeloadet – und das trotz Lockdown und generell etwas verminderter Mobilität aufgrund von Covid-19.
Unser jüngstes Projekt, die Mobilregion Mödling mit 115.000 Einwohner:innen, läuft seit 1. Dezember 2021. Hier zeigt die Buchungslage bereits in den ersten drei Betriebsmonaten, wie gut das On Demand-Angebot von der Bevölkerung angenommen wird: 3400 Fahrten mit etwa 4200 Fahrgästen, durchschnittlich teilen sich 1,24 Personen eine Fahrt, rund 80 % der Fahrten finden von und zu öffentlichen Verkehrsknotenpunkten, also zu Bus und Bahn, statt. Das macht deutlich, wie nachgefragt bedarfsorientierte Mobilität in ländlichen sowie suburbanen Räumen ist.

Postbus-Shuttle Copyright: ÖBB/Marek Knopp
 (c) Österreichische Postbus AG


KEM & LEADER bei der LNF22: Alles rund um Mobilität, Jugend & Wohnen im Alter beim Technologiezentrum Mondseeland

Was hat die Einführung eines Postbus-Shuttles mit Forschung zu tun? Auf den ersten Blick scheint es keinen Zusammenhang zu geben, bei näherer Betrachtung jedoch stellt man fest, dass diesem Mobilitätsangebot ein langwieriger Forschungsprozess zugrunde liegt, welcher sich mit Mobilitätsströmen beschäftigt und im Mobilitätsmasterplan der LEADER Region FUMO erarbeitet wurde. Grund genug, das Postbus-Shuttle bei der Langen Nacht der Forschung am 20. Mai 2022 zu präsentieren und Besucher:innen die Möglichkeit zu geben, dieses Angebot als Testbetrieb zwischen den 5 LNF-Standorten auszuprobieren. Ab August 2022 wird das Shuttle schließlich mit einem regulären Betrieb im Mondseeland zur Verfügung stehen. Die Idee dahinter ist einfach: Der Bus fährt nicht nach einem bestimmten Fahrplan, sondern wird mithilfe einer App gerufen, wenn er benötigt wird. So kann das öffentliche Verkehrsmittel jederzeit genutzt werden.

Ein weiteres Projekt aus dem Bereich der Sozialforschung stellt die Entwicklung einer gemeinwesenorientierten Jugendarbeit im Mondseeland dar, welches seit Oktober 2021 läuft und zum Ziel hat, ein flexibles Jugendangebot in allen Gemeinden des Mondseelandes zu entwickeln. Die beiden Sozialarbeiter Uwe und Yvonne werden bei der Langen Nacht der Forschung ihr cooles Jugendwohnmobil präsentieren, mit dem sie in der gesamten Region unterwegs sind und sich gemeinsam mit den Besucher:innen auf die Suche nach „Sozialräumen“ für Jugendliche machen.

Um Räume dreht sich auch alles beim Vortrag „Jetzt das Wohnen für später planen“, der im Rahmen des Projektes FUMO Sozial.Impulse stattfindet. Alternsforscherin Sonja Schiff und Architektin Ursula Spannberger sind sich einig – über altersgerechtes Wohnen sollte man sich nicht erst im hohen Alter Gedanken machen, sondern schon viel früher. Nur dann ist ein langes selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden möglich. Über ihre Erkenntnisse referieren die beiden bei der Langen Nacht der Forschung um 19.00 Uhr im Technologiezentrum Mondseeland.

Dank der Klima- und Energiemodellregion Mondseeland und des LEADER-Projektes „FUMObil 2.0“ können auch diverse Klimaschutz-Themen neu mit in das LNF-Programm aufgenommen werden: Aufbau von E-Bikes und E-Batterien, der Einsatz eines Solarkochers, Ergebnisse aus einem aktuellen „Klimaschulen-Projekt“, eine Ausstellung zum Thema globale Ernährung, die Berechnung des „ökologischen Fußabdruckes“ u.v.m. sorgen für abwechslungsreiche Unterhaltung! 

Forschung und Regionalentwicklung sind voneinander also kaum zu trennen, wer dies hautnah erleben möchte, besucht uns am besten bei der Lange Nacht der Forschung am 20. Mai 2022 im Technologiezentrum Mondseeland.

© Österreichische Postbus AG
Buchcover «Jetzt das Wohnen für später planen» © Sonja Schiff, Ursula Spannberger
© Bgm. Elisabeth Höllwarth-Kaiser


Abwechslung gefällig?

Durch die Coronapandemie mussten viele Menschen in den letzten 2 Jahren ihre sozialen Kontakte stark einschränken. Besonders für ältere Menschen ist es oft schwer, wenn niemand zum Reden da ist. Sozialer Austausch ist auch für das gesundheitliche Wohlbefinden wichtig. Deshalb haben wir im Rahmen des Projektes Sozialimpulse in Thalgau insgesamt acht Aktivnachmittage für Senior:innen in Kooperation mit der Servicestelle für Senioren organisiert. Ob durch den Ort spazieren, tanzen, ins Schwimmbad gehen oder zu Mittag essen – gemeinsam macht das alles viel mehr Freude! Wir laden ALLE Senior:innen herzlich ein, mitzumachen. Anmeldung erwünscht – Dank LEADER Förderung können die Aktivitäten großteils kostenlos angeboten werden.



FUMO-UMFRAGE: Die beiden Gewinnerinnen freuen sich über regionale Geschenkskörbe

Über 400 Teilnehmer:innen, welche rund 1 % der Bevölkerung in der FUMO repräsentieren, und eine breite Streuung über die Region Fuschlsee-Mondseeland – Die große FUMO Online-Umfrage im Februar 2022 erreichte viele Menschen und lieferte wichtige Inhalte für die nächste LEADER-Förderperiode ab 2023. Gleich zwei Damen machten dabei das Rennen um die beiden regionalen Körbe voller Köstlichkeiten.

Ob den Menschen der Begriff „LEADER-Region Fuschlsee-Mondseeland (FUMO)“ und das Förderprogramm geläufig sind, was sie mit ihrer Heimat verbinden, wo sie die größten Herausforderungen für die Zukunft sehen und welche Themenbereiche man im Sinne der nachhaltigen Entwicklung der Region in Angriff nehmen sollte – das zu eruieren, war das große Ziel der Befragung!

Ein paar Schmankerl aus den Umfrageergebnissen:

  • Was wird besonders geschätzt in der Region? Am häufigsten assoziierten die Teilnehmer:innen mit der Region die BERGE, SEEN, NATUR, LANDSCHAFT, GEWÄSSER, SCHÖNHEIT, BIODIVERSITÄT und VIELFÄLTIGKEIT. Genannt wurden auch vielfach die ERHOLUNGSFUNKTION, die Möglichkeit vieler FREIZEITAKTIVITÄTEN, die gute LAGE und INFRASTRUKTUR, die hohe LEBENSQUALITÄT und das gute MITEINANDER.

Berge Seen Ideen“: BERGE und SEEN sollen sich als vielfach genannte Begriffe in Zukunft im neuen „Slogan“ der LEADER-Region FUMO wiederfinden und so mit der Grundidee von LEADER, viele Menschen mit ihren Ideen daran zu beteiligen, verwoben werden.

  • Was sind die größten Herausforderungen in der Region? Laut Bevölkerung sind diese vor allem in den Bereichen „Balance im Tourismus zwischen Gästen und Einheimischen“ («Viele […] wollen nicht mehr auf die Berge gehen, weil sie so überlastet sind […]»), „Leistbarer Wohnraum, hohe Lebenserhaltungskosten“ («Das Mondseeland soll nicht ein zweites Kitzbühel werden»!) „Klima, Natur- und Tierschutz, Erhalt der Landschaft und Landwirtschaft“ sowie „Neue Mobilitätsangebote“ (z.B. Ausbau der öffentlichen Mobilitätsangebote) zu finden.
  • Was sind die wichtigsten Themen für die zukünftige Entwicklung der Region? Als Top 3 kristallisierten sich „Neue Wohnformen (leistbares, junges, altersgerechtes Wohnen)“, „Stärkung regionaler und ökologischer Produkte und Dienstleistungen“ sowie „Gelebter Klimaschutz & Anpassung an den Klimawandel“ heraus.

Neugierig geworden? Hier geht’s zu den detaillierten ERGEBNISSEN aus der UMFRAGE!

Das Endergebnis wurde den Bürgermeister:innen der 17 Gemeinden und wichtigen Akteur:innen aus der Region bereits Anfang März 2022 präsentiert und gemeinsam diskutiert. Die LEADER-Region erhielt mit den wertvollen Ergebnissen aus der Umfrage und der Beteiligung vieler Menschen einen klaren Auftrag: Sich diesen Themen, wo aus Sicht der Bevölkerung der Schuh drückt und es dringenden Handlungsbedarf gibt, in den nächsten Jahren intensiv und mit einem klaren Fokus zu widmen!

Kürzlich erfolgte die Verlosung der beiden Geschenkskörbe zur Freude zweier Bewohnerinnen aus der FUMO-Region. Ute Stoxreiter aus Mondsee und die Thalgauerin Carola Wendlinger wurden passend zu einem der Top-Themen aus der Umfrage „Regionalität“ von zwei neuen LEADER-Kooperationspartnern, die sich ab sofort intensiv für eine verbesserte Direktvermarktung regionaler Produkte einsetzen, die Preise überreicht!

Die Schmankerln aus der Fuschlseeregion stammen vom „Dorfhäusl“, ein aktuelles LEADER-Projekt, welches drei neue Standorte für Direktvermarktung in Selbstbedienungsläden in der Fuschlseeregion vorsieht und wo ab Mai 2022 regionale Lebensmittel eingekauft werden können. Das Produktsortiment wird ausschließlich von regionalen Produzent:innen zusammengestellt und umfasst Gebäck, Molkereiprodukte, Fleisch und Wurst, Säfte sowie weitere regionale Spezialitäten.

Die Köstlichkeiten aus dem Mondseeland wurden vom noch jungen „Naturpark.Bauernland Irrsee Mondsee Attersee“ zusammengestellt. Das Paket beinhaltet Qualitätsprodukte der „Naturpark-Partnerbetriebe“ aus landwirtschaftlicher Herstellung, welche allesamt bereits mit dem „Naturpark-Logo“ ausgezeichnet wurden.

Foto von li. nach re.: Julia Soriat-Castrillón, Lisa Klinger, Carola Wendlinger, Wolfgang Kinz, Ute Stoxreiter, Klaus Bernkopf



ENERGIEGEMEINSCHAFTEN – «Wie gehn ma’s mitanond on?»

Salzburger Gemeinden aufgepasst! Erstmals organisieren wir auch im Rahmen der neuen KEM Fuschlsee-Wolfgangsee eine Online-Veranstaltung am 29. März!

Das Thema Energiegemeinschaften ist für viele Gemeinden und private Initiativen von großem Interesse. Am Dienstag, den 29. März von 18.00 – 19.30 Uhr haben alle Gemeinden und privaten Initiatoren die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer Online-Veranstaltung wertvolle Informationen zum Thema Energiegemeinschaften von den Experten Markus Schwarz (SIR) und Markus Meikl (Salzburg AG) einzuholen.

Wir freuen uns auf einen interessanten und informativen Abend!

Hier ist der Zugang zum Zoom-Meeting: https://tinyurl.com/t9washam



SPANNENDE ERGEBNISSE der REGIONSUMFRAGE

Gleich in den ersten paar Tagen nach dem Onlinegang der großen FUMO-Umfrage staunte das LEADER-Teamnicht schlecht, dass sich zu diesem Zeitpunkt bereits 200 Menschen der Region dazu aufraffen konnten, die Fragen zu beantworten! Ende Februar wurde die Umfrage schließlich nach einem Monat Befragungszeitraum bei 414 Teilnehmer:innen geschlossen. Ein Ergebnis, auf das man stolz sein kann – immerhin ist das rund 1 % der FUMO-Bevölkerung (ca. 40.000 Einwohner:innen) und aufgrund der breiten Streuung auch durchaus repräsentativ für die Region!

Ob die Menschen die LEADER-Region Fuschlsee-Mondseeland (FUMO) und das Förderprogramm kennen, was sie mit ihrer Heimat verbinden, wo sie die größten Herausforderungen für die Zukunft sehen und welche Themenbereiche man im Sinne der nachhaltigen Entwicklung der Region in Angriff nehmen sollte – das zu eruieren, war das große Ziel!

Das ENDERGEBNIS wurde den BürgermeisterInnen und wichtigen Akteur:innen aus der Region bereits Anfang März 2022 präsentiert und gemeinsam diskutiert. Viele wichtige Themen und Erkenntnisse fließen nun in die sogenannte Lokale Entwicklungsstrategie (LES) der LEADER-Region FUMO, mit der man sich für die neue EU-Förderperiode (23-27) bald bewirbt.

Wer hat daran teilgenommen?

Beide GESCHLECHTER waren in der Umfrage beinahe gleichermaßen vertreten (53 % Frauen). Ebenso gab es eine gute Streuung über alle ALTERSGRUPPEN hinweg (bis 30 Jahre 9%, 31-40 J. 27%, 41-50 J. 26%, 51-65 J. 30%, >65 J. 7 %). Bezogen auf die HERKUNFT sind knapp 59 % dem Mondseeland, 29 % der Fuschlseeregion und weitere 12 % sonstigen Regionen zuzuordnen, deren Teilnehmer:innen sich jedoch besonders mit der FUMO-Region verbunden fühlen. Mit der Umfrage konnten auch Menschen erreicht werden, die zuvor noch nichts vom LEADER-Förderprogramm gehört haben (13 %: „Nein, der Begriff ist mir neu“). 44 % und somit der größte Anteil haben schon von der LEADER-Region gehört und sogar 16 % viel mit ihr zu tun gehabt.

Was wird besonders geschätzt in der Region?

Ein Großteil der Befragten (298 Nennungen!) nennen bei dieser Frage – wenig überraschend, aber eben sehr bezeichnend für die Region – die NATUR, LANDSCHAFT, SEEN und GEWÄSSERBERGE, die SCHÖNHEIT, BIODIVERSITÄT und VIELFÄLTIGKEIT in der Region Fuschlsee-Mondseeland. Geschätzt wird darüber hinaus auch die Erholungsfunktion, die Möglichkeit vieler Freizeitaktivitäten, die gute Lage und Infrastruktur, die hohe Lebensqualität und das gut funktionierende Miteinander.

Die regionsprägendsten Wörter aus der Frage nach den ersten Begriffen, die ihnen zu unserer Region einfallen, werden anschließend in einer Wortwolke dargestellt. Je öfter ein Wort genannt wurde, umso größer wird es in der Grafik dargestellt. 

Berge und Seen – unsere Natur – soll sich daraus abgeleitet auch künftig im neuen SLOGAN der LEADER-Region FUMO wiederfinden und so mit der Grundidee von LEADER, viele Menschen mit ihren Ideen daran zu beteiligen, verwoben werden: LEADER-Region FUMO >>> „Berge, Seen, Ideen“

Was sind die größten Herausforderungen in der Region?

Besonders spannend wurde es im Zuge der Auswertung der offenen Frage nach den größten HERAUSFORDERUNGEN. Eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich zukünftiger Entwicklungen wird spürbar bei einem Thema, das von den Befragten oft mit dem «Finden einer guten Balance im Tourismus – zwischen Gästen und Einheimischen» beschrieben wird – so laut Angabe von 120 Teilnehmer:innen. Beispielsweise solle man den «Tourismus fördern, aber in dem Maße, dass dieser nicht Überhand nimmt, sprich, dass die Einheimischen nicht drunter leiden. Viele «[…] wollen nicht mehr auf die Berge gehen, weil sie so überlastet sind […] «.

Auffallend häufig wiederkehrende Themen sind außerdem der «leistbare Wohnraum, hohe Lebenserhaltungskosten, Bauweise, Zweitwohnsitz, Wegzug» (118 Nennungen). Beispielweise fordert jemand in der Umfrage «Leistbaren Wohnraum für unsere Kinder» und die «Eindämmung der Zweitwohnsitze». Andere formulierten es mehrfach so:  «Das Mondseeland soll nicht ein zweites Kitzbühel werden»!

Platz 3 (111 TN) und 4 (108) der größten Herausforderungen belegen die Themenfelder «Klima-, Natur- und Tierschutz, Anpassung an den Klimawandel, Erhalt der Landschaft und Landwirtschaft» sowie «Neue Mobilitätsangebote (Ausbau Öffentlicher Verkehr, Radwegenetz)». Eine Person betont dabei die Notwendigkeit von „Preislich attraktiven, öffentlichen Verkehrsangeboten in annehmbarem Takt bzw. alternative Modelle, um den Individualverkehr zu reduzieren (Pendlerverkehr UND Ausflugsverkehr)“. In den Griff sollte die Region künftig beispielsweise auch den «Verkehr und wildes (unerlaubte) Parken durch Tourismus und Sport!» bekommen. 

Weiters sehen viele die «Zersiedelung, Flächenverbrauch, Raumordnung» (76 TN), allgemein  zunehmende Verkehrsbelastungen (wie Lärm, Stau, Parkplatzproblematik) (56 TN), die regionsweite und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit, Kommunikation und Vernetzung (55 TN) oder neue Angebote in den Bereichen Jugend, Pflege, Betreuung, Freizeit oder Barrierefreiheit» (37) als große Herausforderungen!

Was sind die wichtigsten Themen für die zukünftige Regionalentwicklung?

Auf Basis vieler Gespräche und Workshops im Herbst 2021 mit in Summe rund 175 persönlichen Teilnehmer:Innen aus der Region wurden in der Umfrage bereits all jene Themen platziert, die sich dabei als besonders relevant und wichtig herauskristallisierten. Die Teilnehmer:innen der Umfrage bekamen sodann die Möglichkeit, diese Themen nach ihrer Wichtigkeit und persönlichen Einschätzung zu reihen. 

Ergebnis aus der TOP 5-Reihung der Befragten:

1. Neue Wohnformen (leistbares Wohnen, Junges Wohnen, Altersgerechtes Wohnen)
(238 Nennungen)
2. Stärkung regionaler & ökologischer Produkte & Dienstleistungen (199 Nennungen)
3. Gelebter Klimaschutz & Anpassung an den Klimawandel (179 Nennungen)
4. Sensibilisierung für einen nachhaltigen Lebensstil (157 Nennungen)
5. Nachhaltige Alternativen für Alltags- & Freizeitmobilität (156 Nennungen)

Regionaler FOKUS bis 2027

Der umfassende Beteiligungsprozess zur Entwicklung einer regionalen Strategie für die Region Fuschlsee-Mondseeland und für die Bewerbung zur LEADER-Region in der neuen Förderperiode 2023-2027 hat sich ausgezahlt. Rund 750 Personen waren aktiv bei Fachdialogen, Workshops und Thementischen, der Online-Umfrage oder in den Strategieklausuren mit dabei – vielen Dank dafür!

Das LEADER-Team und die 17 Gemeinden der LEADER-Region FUMO erhielten mit den wertvollen Ergebnissen aus der Umfrage und der Beteiligung vieler Menschen einen KLAREN AUFTRAG: Sich diesen Themen, wo in der Bevölkerung der Schuh drückt und es dringenden Handlungsbedarf gibt, in den nächsten Jahren intensiv und mit einem klaren Fokus zu widmen!