eHELP Nordmazedonien: Verbesserung des Zugangs zu Sozialleistungen durch Digitalisierung und Vernetzung

Das Gemeinschaftsprojekt „eHelp Nordmazedonien“ ist gestartet!

Das vom österreichischen Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz geförderte Gemeinschaftsprojekt „eHelp Nordmazedonien: Verbesserung des Zugangs zu Sozialleistungen durch Digitalisierung und Vernetzung“ befasst sich mit den Problemen des digitalen Analphabetismus, der fehlenden Zugriffsmöglichkeiten auf wertvolle sozialrechtliche Online-Informationen sowie mit Fehlinformationen und Misstrauen gegenüber Online-Daten zu sozialen Diensten und Rechten.

Vor allem in ländlichen Gebieten in Nordmazedonien ist sowohl der Zugang als auch die grundlegende Information nur sehr schwach ausgebildet. Die dafür zuständigen Behörden sind nicht oder nur sehr mangelhaft digitalisiert. Ansprechstellen befinden sich ausschließlich in Zentralräumen, welche von BewohnerInnen von ländlichen Gebieten teilweise nur schwer erreichbar sind.

Die LAG Agro LIDER, das Netzwerk lokaler Aktionsgruppen in Nordmazedonien, hat dieses Problem erkannt und beabsichtigt, in Rücksprache mit den Behörden vor Ort und in Zusammenarbeit mit den 3 österreichischen Regionen LAG Regionalmanagement regio3, LAG FUMO und LAG Zeitkultur Oststeirisches Kernland, diese Dienste zu digitalisieren und eine Plattform einzurichten, auf der die rechtlichen Möglichkeiten von sozialen Rechten und Angeboten des (spärlich vorhandenen) Sozialsystems in Nordmazedonien aufgelistet sind.

Dieses Projekt beinhaltet den Aufbau einer Online-Plattform, das allen BürgerInnen von Nordmazedonien zugänglich sein wird. Es wird die Nutzung und Verbreitung sozialer Anbieter und Dienste verbessern, zudem können die Dienste personalisiert und auch für Menschen mit Beeinträchtigung zugänglich gemacht werden (inklusive Plattform).

Darüber hinaus schafft das Projekt Arbeitsplätze für 10 junge Menschen, welche Erfahrungen in der Gemeinwesenarbeit sammeln und dadurch am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähiger werden. Diese jungen Menschen werden als mobile Teams in den Regionen von Nordmazedonien eingesetzt, um die Plattform bzw. die dort auffindbaren Dienste (der sozialen Daseinsvorsorge) in den ländlichen Regionen zu erläutern und direkt für die betroffenen Menschen nutzbar zu machen. Dadurch fällt der Weg zum zentralen Büro in der Hauptstadt oder den Ballungszentren weg und der Zugang wird für eine breite Bevölkerungsschicht ermöglicht.

Hauptziel dieses Projekts ist die Optimierung der Nutzung der vorhandenen Möglichkeiten und Leistungen im Sozialbereich durch dessen Digitalisierung und Verbreitung durch die mobilen Teams.

Ein weiteres Ziel ist es, durch den Austausch mit den österreichischen LEADER-Regionen und dem österreichischen Bundesministerium die aktuellen Maßnahmen/Dienstleistungen im Sozialbereich durch einen Know-how-Transfer und Anpassungen an die tatsächlichen Bedürfnisse der BürgerInnen zu optimieren. Dadurch wird eine Verbesserung des sozioökonomischen Status und eine Verbesserung der Gemeinwesenarbeit durch verstärkte Vernetzung mit nationalen Ministerien, Kommunen und der öffentlichen Institutionen erreicht.

Das Projekt wurde nun mit einer 5-tägigen Studienreise der österreichischen Partner nach Nordmazedonien gestartet. In der Folge werden von den österreichischen Regionen 5 digitale Workshops mit verschiedenen Themenschwerpunkten organisiert. Während der Projektlaufzeit folgt auch eine Studienreise von den Partnern in Nordmazedonien nach Österreich, um sich Best-Practice-Beispiele und Modelle vor Ort ansehen zu können.

Durch diese Projektaktivitäten werden folgende Schwerpunkte angesprochen:

  • Nachhaltige Stärkung der lokalen Gesundheitssysteme
  • Vorbeugung und Bekämpfung von armutsbedingten Erkrankungen
  • Bewältigung der gesundheitlichen und sozialen Folgen der COVID-19 Pandemie